CANDIDA-AUTOVACCINE
Patientenratgeber
Behandlung von chronischen und wiederkehrenden vaginalen Candida-Infekten
Was sind Candida-Autovaccine?
Autovaccine sind individuelle Impfstoffe. Sie werden aus einem Infektionserreger hergestellt, der bei einem Patienten für eine chronische Infektion verantwortlich ist.
Der Erreger wird nach Anzucht abgetötet und dem Patienten dannin einer individuellen Mischung verabreicht.
Es handelt sich hierbei um ein schulmedizinisches Verfahren mit 100-jähriger Tradition, das es ermöglicht, patienten- und erregerspezifisch zu therapieren.
Im Gegensatz zur Grippe-Impfung, die zum Schutz vor einer eventuellen Infektion eingesetzt wird, handelt es sich bei der Autovaccine um eine "Impfung"gegen eine bereits bestehende Krankheit (hier vaginale Candida-Infekte). Durch die Autovaccine werden die körpereigenen Abwehrkräfte gezielt gegen den krankmachenden Keim aktiviert.
Immuntherapie
Autovaccine haben eine "immunmodulatorische" Wirkung (positive Wirkung auf das Immunsystem) und bieten somit einen Schutz vor immer wiederkehrenden Infektionen. Sie trainieren das Immunsystem spezifisch auf die Erkennung und Bekämpfung des krankmachenden Erregers.
Was weiss man über Autovaccine?
Autovaccine werden seit Beginn des 20. Jahrhunderts in der Humanmedizin verwendet. Von A. E. Wright (britischer Bakteriologe und Immunologe) wurde 1903 die Verwendung von Autovaccinen in der Behandlung von Infektionskrankheiten erstmalig veröffentlicht. Vor der Entdeckung der Antibiotika war die Impfung mit abgetöteten Krankheitserregern, die einzige Möglichkeit den Körper gegen eine Infektion zu wappnen.
Heute, viele Jahre später, wissen wir durch wissenschaftliche Arbeiten, dass uns mit der Autovaccine eine sehr effektive Therapie zur Verfügung steht, die so gut wie keine Nebenwirkungen aufweist und sehr effektiv bei speziellen Krankheiten (z.B. Candida-Infekte) eingesetzt werden kann
Anwendung
Die Autovaccine gibt es in zwei verschiedenen Darreichungsformen. Entweder Sie entscheiden sich für die Candida-Vaccine zur Injektion, dann wird Ihnen die Dosis in der Praxis unter die Haut gespritzt. Hierfür ist es allerdings notwendig, dass Sie wöchentlich die Arztpraxis aufsuchen.
Oder Sie bevorzugen orale Autovaccine. Hier ist der Wirkstoff in einer Lösung verarbeitet, die sie bequem auch zuhause schlucken können.
Die Autovaccine wird individuell für SIE hergstellt.
Wie lange wird mit Autovaccinen behandelt?
Die durchschnittliche Anwendungsdauer von Autovaccinen liegt bei sechs bis acht Wochen und ist letztlich abhängig von der Schwere und Dauer der Erkrankung. Auch Alter, eventuelle Vorerkrankungen und das individuelle Ansprechen auf die Therapie können eine Rolle bei der Dauer der Therapie spielen. Entscheidend für die Therapiedauer sollte aber immer Ihr Befinden und die Besserung der Beschwerden sein. Auf keinen Fall sollten Sie die Behandlung frühzeitig, nach einem ersten Erfolg abbrechen. Vielmehr soll bis zum Erreichen eines deutlich gebesserten oder stabilen Gesundheitszustandes konsequent weiter behandelt werden.
Die Behandlung mit Autovaccinen erfordert von Ihnen zwar Durchhaltevermögen und eine gewisse Disziplin, bietet Ihnen aber dafür gute Erfolgsaussichten, selbst in Fällen jahrzehntelang bestehender schwerer, chronischer Erkrankungen.
Sicherheit
Bei der Autovaccine handelt es sich um ein seit Jahrzehnten angewandtes sicheres medizinisches Verfahren. Aber natürlich können auch bei Autovaccinen, wie bei jedem Arzneimittel, bestimmte Nebenwirkungen und unerwünschte Reaktionen auftreten. So kann es bei der Autovaccine zur Injektion an der Einstichstelle zu kurzzeitigem Brennen und/oder Jucken kommen. Neben den lokalen, äußeren Erscheinungen kann es in seltenen Fällen auch zu einer vorübergehenden, leichten Temperaturerhöhung, sowie zu Rötungen und Schwellungen mit Druckschmerz kommen.
SYMBIOVACCIN Herborn