Gewürze wirken lindernd






Viele Gewürzkräuter leisten wertvolle Dienste

Die ersten Mittel, die dem Menschen zur Heilung und Linderung von Krankheiten und Leiden zur Verfügung standen, waren Naturheilmittel, vorwiegend Heilpflanzen und Gewürze. Sie können als Ergänzung zu den Arzneimitteln wertvolle Dienste in der Medizin leisten, wenn sie richtig und vernünftig angewandt werden.

Gewürze und Gewürzkräuter können - neben ihrer Anwendung zur schmackhaften Abrundung der Speisen - eine gewisse Heilwirkung haben. Denn gerade die Gewürzkräuter besitzen verschiedenartige Wirk- und Inhaltstoffe, die sich positiv auf den Gesundheitszustand des Menschen auswirken.

Gut gewürzt ist halb verdaut
Grundsätzlich gilt: Gut gewürzte Speisen erhöhen die Speichelmenge und die Verdauungskräfte des Speichels. Dadurch wird die Verdauung unterstützt und beschleunigt. Außerdem werden durch die Menge des Blutes, die das Herz auswirft, die Pulszahl und der Blutdruck positiv beeinflusst. Die Neigung zur Thrombose kann durch die richtigen Gewürze in der Nahrung gebremst werden.

Auch zur seelischen Ausgeglichenheit können die Gewürze wesentlich beitragen.

So trägt zum Beispiel Basilikum
(ideal auf Tomaten, Käse, Nudeln oder in Suppen)
überaus positiv zum Ausgleich von Geist und Gemüt bei, es stärkt und beruhigt das Nervensystem, erleichtert die Verdauung und wirkt bei Magenkrämpfen lindernd. Basilikum-Tee vertreibt Übelkeit. Doch: Da im Basilikum auch der potenziell schädliche Stoff Estragol enthalten ist, ist eine dauerhafte therapeutische Anwendung von Basilikum nicht vertretbar.

Lorbeerblätter
(schon Cäsar krönte stets sein Haupt mit einem Lorbeerkranz)
enthalten krampflösende Substanzen, welche in Suppen, Siede- oder Schmorgerichten ihre Wirkung am besten zur Geltung bringen können. Nicht nur Frauenleiden wie Menstruationsbeschwerden, sondern auch Störungen des Verdauungssystems und Blähungen können mithilfe von Lorbeeraufgüssen gelindert werden. Lorbeer-Absud im Badewasser lindert Gliederschmerzen.

Oregano wird besonders gern auf Pizzas und zu griechischem Schafkäse (Feta) gegessen.
Das Kraut ist verdauungsfördernd, lindert als Aufguss Erkältungen, Husten und Grippe.

Koriander findet seit der Zeit des antiken Ägypten auch Verwendung in der Pflanzenheilkunde.
Früchte und Blätter besitzen völlig verschiedene Aromen und können einander daher nicht ersetzen.
Die ätherischen Öle wirken appetitanregend, verdauungsfördernd und krampflösend. Dementsprechend ist Koriander in vielen Medikamenten gegen Magen- und Darmstörungen enthalten.

Die frischen Koriander-Stengel werden zur Stärkung von Herz und Magen empfohlen.
(HS), Bezirksblatt Nr. 21